Belvederegarten

Ab 1697 erwarb Prinz Eugen von Savoyen am Rennweg in Wien sukzessive ehemalige Weinberge, auf denen er einen Garten anlegen sowie bis 1723 zwei schlossartige Gebäude errichten ließ. Nach dem Tod Prinz Eugens im Jahr 1736 verkauften seine Nichte Maria von Savoyen-Carignan die Liegenschaft an Maria Theresia, die dem Ensemble wegen der Lage den Namen Belvedere gab.

Um 1900 wurde das Obere Belvedere Residenz des Thronfolgers Franz Ferdinand.

Die Grundstücke für den Bau des Belvederes erwarb Prinz Eugen von Savoyen (1663–1736). Schloss und Garten wurden ab 1700 bis 1721 errichtet. Nach dem Tod Prinz Eugens verkauften seine Erben das Belvedere an Kaiserin Maria Theresia, die dem Ensemble seinen Namen gab.  Um 1900 wurde das Obere Belvedere Residenz von Thronfolger Franz Ferdinand.

Eine besondere Attraktion ist der Alpengarten, in dem mehr als 4.000 alpine Pflanzenarten bewundert werden können.

Seit 1918 ist der Belvederegarten im Besitz der Republik Österreich und wird von den Bundesgärten verwaltet. 1930 übernahm der Botanische Garten der Universität Wien den Host’schen Garten. Der Alpengarten verblieb beim Belvederegarten. Der Garten erstreckt sich mit Ausnahme des Host’schen Gartens bis heute unverändert auf dem von Prinz Eugen erworbenen Areal.

Die Tiere der Menagerie und etliche Skulpturen brachte man nach Schönbrunn. Man vereinfachte die Gestaltung und die Pflege des Gartens. Ende des 18. Jahrhunderts legte der Botaniker Host im Auftrag Kaiser Franz I. den Host’schen Garten mit der Flora Austriaca im ehemaligen Küchengarten an. 1865 transferierte man das Alpinum aus dem Schlosspark Schönbrunn in den Belvederegarten.

Der Garten erstreckt sich mit Ausnahme des Host’schen Gartens bis heute unverändert auf dem von Prinz Eugen erworbenen Areal. Seine Gestaltung entsprach Ende der 1980er Jahre –mit Ausnahme der Pflanzendekorationen –im Wesentlichen dem Bestand der Zeit um 1900. 1987 wurde mit den Revitalisierungen des Parterres am Unteren Belvedere (1987), und der Eibenhecken am Oberen Parterre (1990) begonnen. 1992 setzte man die Maßnahmen auf Basis des Parkpflegewerks von Maria Auböck und Stefan Schmidt fort:

Seit 2000 erfolgte die Revitalisierung der nördlichen Partien des Kammergartens. Die Wasserbecken mit ihren Wasserspielen wurden bis 2010 abschnittsweise restauriert.

Die Bewässerung wurde im Zuge der Revitalisierung automatisiert.

Im Parkpflegewerk und im Gutachten zur Unterschutzstellung nach dem Denkmalschutzgesetz sind die Leitzustände für die einzelnen Gartenbereiche je nach ihrer historischen Entwicklung und dem gartendenkmalpflegerischen Bestand festgesetzt.

Veröffentlicht am 16.10.2018