Burggarten

Der ehemalige Hof- oder Kaisergarten wurde um 1818/1819 von Hofgärtner Franz Antoine d. Ä. für den botanisch interessierten Kaiser Franz I. als Privatgarten angelegt. Ab 1847 wurde der Garten von Franz Antiune d. J. unter Kaiser Ferdinand I. vergrößert und landschaftlich umgestaltet. Im Zuge der Schleifung der Wallanlagen erfolgte unter Kaiser Franz Joseph I. ab 1863 eine erneute Erweiterung und Umgestaltung.

Gleichzeitig mit der Anlage des Hofburggarten wurde das von Hofbaudirektor Ludwig von Remy das erste Glashaus errichtet, in dem neu eingeführte Gewächse vor allem aus Asien und Amerika ausgepflanzt waren. 1881 wurden im nordwestlichen Bereich des Gartens für den Bau der Neuen Hofburg Flächen abgegeben. 1901 wurde schließlich das alte Remy’sche Glashaus abgetragen und nach den Plänen Friedrich Ohmanns bis Ende 1903 ein neues Glashaus als Glas-Eisen-Konstruktion mit zwei steinernen Eckrisaliten und einem ebensolchen Mittelrisalit errichtet.

Der Garten war bis zum Ende der Monarchie für die Bevölkerung nicht zugänglich.

Heute ist der Burggarten eine der beliebtesten Anlagen in der Innenstadt.

Das Ohmann’sche Glashaus wurde 1998 generalsaniert. Seither befindet sich im linken Flügel das Schmetterlinghaus mit tropischen Pflanzen und über 50 Schmetterlingsarten, der mittlere Teil wird als Café-Restaurant genutzt. Der rechte Flügel dient als Überwinterungshaus für die Botanischen Sammlungen der Österreichischen Bundesgärten und wird während der Sommermonate für Ausstellungen und diverse Veranstaltungen genutzt.

Die Denkmäler des Burggartens:

  • Franz-Stephan-Denkmal: Die Bleiskulptur von Balthasar Ferdinand Moll aus dem Jahr 1781 stand ursprünglich im Paradeisgartl und wurde 1819 mit einem neuen Steinsockel im Hofburggarten aufgestellt.

  • Mozart-Denkmal: Das 1896 von Viktor Tilgner aus Laaser Marmor geschaffene Denkmal stand ursprünglich auf dem Albertinaplatz und wurde 1953 in den Burggarten transferiert.

  • Franz-Joseph-Denkmal: 1904 schuf Johannes Benk eine steinerne Statue des Kaisers für das heutige Kommandogebäude Theodor Körner im 14. Wiener Gemeindebezirk. Josef Tuch, ein Schüler Benks, fertigte eine Nachbildung aus Bronze an, die ursprünglich im Stadtpark von Wiener Neustadt stand. Während des zweiten Weltkrieges wurde das Einschmelzen der Statue angeordnet, welches nicht erfolgte. Das Denkmal befindet sich seit 1957 im Burggarten.

  • Abraham-a-Sancta-Clara-Denkmal: Steinstatue des 1709 in Wien verstorbenen katholischen Geistlichen, 1928 von Hans Schwathe geschaffen.

  • Herkulesbrunnen: Die Plastik von Herkules im Kampf mit dem nemeischen Löwen stammt aus dem Garten des Palais Kaunitz-Esterházy im 6. Wiener Gemeindebezirks (ca. von 1770) und wurde 1948 in der Mitte des Teichs aufgestellt.

 

Öffnungszeiten:

1. April

bis 31. Oktober

6.00 bis 22.00 Uhr

1. November

bis 31. März

7.00 bis 17.30 Uhr

 

 

 

 

 

Bei Schneefall wird der Garten wegen der Schneeräumung und des Streudienstes spätestens um 8.00 Uhr geöffnet.

 

Hunde und andere Tiere dürfen nicht in den Park mitgenommen werden.

 

 

 

Veröffentlicht am 16.10.2018