Hofgarten Innsbruck

Der Innsbrucker Hofgarten besteht seit etwa 600 Jahren und ist rund zehn Hektar groß. Der Garten erlebte in dieser langen Zeit zahlreiche Umgestaltungen vom Renaissance- über den Barockgarten bis hin zum Landschaftspark.

In den 1960er und 1990er Jahren erfolgten diverse Arealveränderungen in den Randbereichen des Gartens in Zusammenhang mit der Erweiterung des Tiroler Landestheaters und dem Universitätsneubau.

1810 beauftragte der bayerische König Maximilian I. Joseph in der Zeit seiner Herrschaft über Tirol den Hofgartenintendanten Friedrich Ludwig von Sckell mit Entwürfen zur Umgestaltung des Innsbrucker Hofgartens. Von diesen Entwürfen im landschaftlichen Gartenstil wurde vorerst nur die am Inn gelegene „Englische Anlage“ westlich des eigentlichen Hofgartens realisiert. Im Hofgarten selbst wurde eine Obstbaumschule und eine „Restauration“ errichtet. Die weitere landschaftliche Umgestaltung erfolgte erst um 1857/58. Einige barocke Elemente wie die Wege- und Achsenstrukturen, der Musikpavillon, das Wasserbecken und die Gartenmauern blieben erhalten. Neue Gebäude wie das ehemalige Teehäuschen – der heutige Kunstpavillon – wurden im Kammergarten, dem ehemaligen Gouverneursgarten, errichtet.

Anfang der 1920er Jahre wurde das von Architekt Clemens Holzmeister entworfene „Hofgartencafé“ anstelle der Restauration errichtet. In der ersten Hälfte der 1950er Jahre entstand ein Weiher nordöstlich des Pavillons. Mitte der 1990er und der 2000er Jahre wurden mit der Gestaltung eines Radweges in der Englischen Anlage und eines Spielplatzes an der Südseite des Gartens die städtischen Nutzungen ergänzt.

Im Wesentlichen blieb das landschaftliche Bild des 19. Jahrhunderts einschließlich der barocken Gartenarchitekturen, der Wege- und Achsenstrukturen und deren Überarbeitungen im 20. Jahrhundert erhalten.

Der Garten ist seit 1918 im Besitz der Republik Österreich und in der Verwaltung der Österreichischen Bundesgärten. Der Hofgarten mit Kammergarten und Englischer Anlage liegt am Rande der Altstadt, angrenzend an Hofburg, Kongresshaus und Tiroler Landestheater und steht seit 2000 unter Denkmalschutz.

Veröffentlicht am 16.10.2018