Irrgarten

Der Irrgarten im Schlosspark Schönbrunn wurde nach 1700 angelegt und bestand aus vier Quartieren mit einem zentralen Pavillon. Bis 1892 wurde der Irrgarten nach und nach aufgelöst.

Im Zuge der Revitalisierung 1999 wurde der erste Teilbereich als klassischer Irrgarten mit Verirrmöglichkeiten, Aussichtsplattform und Harmoniesteinen als Belohnung am Ziel eröffnet.

Der Irrgarten wurde nach historischem Vorbild auf einer Fläche von 1715 m² mit übermannshohen Eibenhecken und einer zentralen Aussichtsplattform angelegt.

Das so genannte Labyrinth auf einer Fläche von 2700 m² bietet zahlreiche Spielmöglichkeiten für Jung und Alt in Form von mehreren Labyrinthen, Geschicklichkeitsparcours, Rätseln und einem Riesenkaleidoskop.

Labyrinthe sind bereits seit der Antike bekannt. Im Labyrinth führt ein Weg ohne Abzweigungen durch zahlreiche Richtungsänderungen an ein Ziel und erhält dadurch einen rätselhaften Charakter. Irrgärten sind ein Element der Gartenarchitektur und seit der Renaissance bekannt. Im Gegensatz zum Labyrinth erfordern Wahlmöglichkeiten, Umwege und Sackgassen eine aktive Suche nach dem rechten Weg. Sie dienten bereits der höfischen Gesellschaft als Ort der Belustigung in den Gärten.

Im Teil „C“ führt ein 250 Meter langer Schlangenweg zwischen übermannshohen Hainbuchenhecken konzentrisch auf einen Aussichtshügel.

Im Gegensatz zum Irrgarten führt in beiden Labyrinthen nur ein Weg zum Ziel, wobei „B“ einige gefährliche Abkürzungsmöglichkeiten bietet.

Labyrinthe waren bereits in ägyptischen und kretisch-minoischen Kulturkreisen bekannt. Später entwickelten sich aus den Labyrinthen Irrgärten, die mit Wahlmöglichkeiten, Umwegen und Sackgassen eine aktive Suche nach dem rechten Weg erforderten und damit vor allem der Belustigung dienten.

Der "Irrgarten" im Schloßpark Schönbrunn wurde zwischen 1698 und 1740 errichtet. Und wurde von der Form her als Wandelgang mit sechs Teilen und einer Gesamtlänge von ca. 3,5 Kilometern angelegt.

Im Rahmen des von der UNESCO anlässlich der Aufnahme als kulturelles Welterbe vorgeschriebenen Parkpflegewerkes wurde in wichtigen Gartenbereiche der historische Zustand wiederhergestellt.

Aus dem ehemaligen schneckenförmigen Wandelgang wurde ein echter Irrgarten mit zahlreichen Wahlmöglichkeiten, Sackgassen, einem attraktiven Mittelplatz mit Aussichtsplattform und einem direkten Ausgang. Auf einer Fläche von 1715m² wurden mit circa 1000 Eiben 630 Meter lange Hecken mit einer Höhe von 1,9 Metern gepflanzt und dazwischen 1,7 Meter breite Kieswege hergestellt.

 

Öffnungszeiten

1. April - 30. Juni

09.00 - 18.00 Uhr

1. Juli - 31. August

09.00 - 19.00 Uhr

1. September - 30. September

09.00 - 18.00 Uhr

1. Oktober - 26. Oktober

09.00 - 17.00 Uhr

27. Oktober - 3. November

09.00 - 16.00 Uhr

In den Wintermonaten von November bis März ist der Garten geschlossen.

Veröffentlicht am 16.10.2018