Seit 1953 ist das Mozartdenkmal aus dem Burggarten nicht mehr wegzudenken. Das kunsthistorisch bedeutende Ensemble aus Laaser Marmor wurde ursprünglich am 21. April 1896 am damaligen Albrechtsplatz (heute Albertinaplatz) nur wenige Wochen nach dem Tod seines Schöpfers Viktor Tilgner feierlich enthüllt. Errichtet in einer Zeit, als Wien durch zahlreiche repräsentative Denkmäler seine kulturellen Größen ehrte, sollte es Mozarts herausragende Rolle im musikalischen Leben der Stadt würdigen und dauerhaft sichtbar machen.
Die Inschrift am Sockel verweist auf das Werk und Vermächtnis des Komponisten, während die Reliefdarstellungen – darunter Szenen aus Don Giovanni – die Verbindung zwischen Musik und Bildkunst eindrucksvoll inszenieren.
Neue Heimat im Burggarten
Nach der Übersiedelung erhielt das Denkmal im Burggarten seine heutige Heimat. Der Standort, umgeben von historischen Baumgruppen verleiht dem Ensemble Würde. Direkt davor wurde eine symbolische Pflanzgestaltung in Form eines Notenschlüssels angelegt.
„Der Notenschlüssel ist ein markantes Gestaltungselement im Gesamtbild des Gartens. Wir lenken die Blicke der Besucherinnen und Besucher damit auf das Denkmal. Mit einer sich regelmäßig ändernden saisonalen Wechselbepflanzung setzen wir farbliche Akzente die sich harmonisch in die historische Struktur des Burggartens einfügen“, so Gerd Koch, interimistischer Leiter der Österreichischen Bundesgärten zum Bepflanzungskonzept.
In dieser Verbindung von Denkmalpflege und Gartenkunst bleibt das Mozartdenkmal bis heute ein lebendiger Ausdruck Wiens kultureller Erinnerungskultur – ein Ort, an dem Geschichte, Musik und Natur in stiller Balance stehen.