Volle Blüte im Innsbrucker Palmenhaus

Seit dem 18. Jahrhundert beherbert der Innsbrucker Hofgarten Pflanzen aus wärmeren Klimazonen. Heute kann man im Palmenhaus im Innsbrucker Hofgarten bis zu 9.000 Pflanzen aus fünf Kontinenten bestaunen, von denen zurzeit einige blühen.

Das Innsbrucker Palmenhaus zeigt sich gerade von seiner farbenprächtigen Seite. Vor ein paar Wochen zeigte der Kakao (bot. Theobroma cacao), der im Amazonasgebiet beheimatet ist, seine unzähligen kleinen Blüten am Stamm und an seinen Zweigen. Im Palmenhaus ist der Kakao gut aufgehoben, weil er ganzjährig hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit benötigt: Schon bei Temperaturen unter 15 Grad Celsius kommt es zu Wachstumsstörungen.

Doch wer die Blüte des Kakaos verpasst hat, kann jetzt die Blüte zahlreicher anderer Pflanzen im Innsbrucker Palmenhaus beobachten. Etwa jene der Musa acuminata, der Zwergbanane. Ihre Früchte sind kleiner als die Bananen aus dem Supermarkt, dafür aber süßer und aromatischer. Doch neben ihren Früchten ist sie auch wegen ihres Stammes belebt, der eine wertvolle Textilfaser liefert.

Als Zimmerpflanze beliebt für schattige Standorte beliebt, sieht man die Monstera deliciosa aus Mexiko, das Fensterblatt, trotzdem kaum in ihrer Blüte. Von der Blüte bis zum reifen Fruchtkolben dauert es ihr im Palmenhaus ungefähr ein Jahr. Der Fruchtkolben, der sich aus den Blüten entwickelt, hat einen ananasähnlichen Geschmack und wird in Mexiko als Obst verzehrt.

Im Jugendstadium liefern die fächerförmig geteilten Blätter der Carludociva palmata das sogenannte Panamastroh für die Panamahüte im tropischen Südamerika, weswegen ihr deutscher Name Panamahutpalme lautet. Ihr sonderbar gestalteter Blütenstand ist kolbenähnlich und außen grün, während er innen rot leuchtet.

Wer die einzigartigen Gewächse in ihrer vollen Blütenpracht betrachten mag, schaut am besten selbst im Palmenhaus Innsbruck vorbei. Alles über die bewegte Geschichte des Innsbrucker Palmenhauses ist nachzulesen im aktuellen Blogbeitrag der Grünen Schatzkammer: Eine kurze Geschichte des Innsbrucker Palmenhauses.

Veröffentlicht am 25.08.2021