Kürbisse für das Große Palmenhaus Schönbrunn

In der Herbstausstellung im Großen Palmenhaus Schönbrunn sind derzeit rund hundert Sorten vom Zinsenhof und aus dem Augarten zu sehen.

Wer derzeit im Großen Palmenhaus Schönbrunn zwischen Kürbissen steht, sieht das Ergebnis einer ganzen Gartensaison. Die rund hundert Kürbissorten der Herbstausstellung stammen nahezu ausschließlich aus eigenem Anbau. Sie wuchsen am niederösterreichischen Zinsenhof, der Versuchsanlage der HBLFA für Gartenbau und Österreichische Bundesgärten, oder beim Glashaus im Augarten. Manche fallen schon durch ihren Namen auf, etwa „Blaue Banane“ und „Porzellanpuppe“.

Eine ganze Gartensaison für rund hundert Sorten

Ausgesät wurde bereits Ende April, Ende Mai zogen die Jungpflanzen ins Freiland. Jede bekam einen halben Quadratmeter für sich, denn Kürbisse treiben lange Ranken und brauchen Platz, um ihre Früchte auszubilden. Im Lauf des Sommers wurde aus den Flächen in Niederösterreich und Wien ein Dschungel aus Blättern, Blüten und Früchten.

 

Die Sortenliste liest sich dabei wie eine Weltreise. Uchiki Kuri erinnert an Japan, Galeux d'Eysines an Frankreich, Marina di Chioggia an Italien, Queensland Blue an Australien. Andere, weniger bekannte Sorten mit kuriosen Namen stehen ebenfalls auf dem Programm: „Mini-Warze“, „Bischofsmütze“ und „Lil Pumkemon“.

Gezählt, gewogen, ausgewertet und manchmal auch gegessen

Anfang September wurde am Zinsenhof geerntet. Die Früchte jeder Sorte wurden gezählt und gewogen, der Ertrag wurde sortenweise ausgewertet. Die Ergebnisse erscheinen im Versuchsbericht 2026. Der Anbau bringt damit nicht nur Schaustücke für das Palmenhaus hervor, sondern auch belastbare Daten für den Gemüsebau. Nicht jede Frucht wird aber zum Schaustück. Ein Teil der Ernte wandert in die Schulküche nach Schönbrunn und dient der Verköstigung der Schülerinnen und Schüler der HBLFA für Gartenbau.

 

Der Weg vom Beet zum Teller ist hier erfreulich kurz und bringt vitaminreiche Kost aus eigenem Anbau auf den Tisch. Damit leistet der eigene Anbau auch einen Beitrag zu gesunder Ernährung.

Mehr als Gemüsebau: Versuch und Forschung im Melktal

Der Zinsenhof liegt in Ruprechtshofen im Melktal und ist die Gemüsebau-Versuchsanlage der HBLFA für Gartenbau und Österreichische Bundesgärten. Hier wird nicht bloß angebaut, hier wird genau hingesehen: Wie entwickelt sich eine Sorte, wie reift sie, wie hoch fällt der Ertrag aus? Hundert Sorten auf einem Feld sind dafür ein dankbarer Prüfstand.

Ergebnisse im Palmenhaus zu sehen

An den Österreichrekord von 881 Kilogramm reicht keine der Früchte heran. Beeindruckend sind sie trotzdem, in Farben, Formen und Verwendungsmöglichkeiten. Kommen Sie vorbei und schauen Sie, was ein Sommer in unseren Versuchsgärten zustande bringt. Wir wünschen einen bunten Herbst!

 

 Alle Details zur Ausstellung: Herbst in Schönbrunn, Österreichische Bundesgärten

Veröffentlicht am 08.10.2026